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Damit in der Adventszeit wirklich nur die Kerzen brennen

Markus Terwellen
Am 27. November 2015, 08:30
In Presseberichte

Wichtige Sicherheitshinweise für die Weihnachtszeit

Die Adventszeit ist eine beschauliche Zeit. Es duftet weihnachtlich nach Zimt und Orangen und vielerorts brennen Kerzen, die an den grauen Tagen für helle Stimmung sorgen sollen. Leider wird häufig aus einem Weihnachtstraum ein Albtraum und die weihnachtliche Idylle schlägt um. Ein kleiner Funke in einem unachtsamen Augenblick ist oftmals völlig ausreichend, um einen Adventskranz in Sekundenschnelle in Brand zu setzen. Trifft ein Funke auf den trockenen Tannenbaum, steht schnell das ganze Zimmer in Flammen.

Jährlich schnellen die Zahlen der Zimmer- und Wohnungsbrände in der Weihnachtszeit in die Höhe. In jedem Jahr ereignen sich ca. 200 000 Brände in Deutschland. In der Weihnachtszeit steigt diese Zahl, laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), noch einmal um 40% an. Immer wieder ergeben die Ermittlungen der Polizei als Brandursache unbeaufsichtigt brennende Kerzen.

Kein Wunder also, dass auch die Zahl der Brandverletzungen insbesondere bei kleineren Kindern sprunghaft ansteigt und das auch leider mit Todesfolge. Ganz nebenbei entstehen Sachschäden in Millionenhöhe. Dabei ist es schon mit einfachen Vorkehrungen möglich, schlimmeres zu verhindern. Lassen Sie niemals Kinder allein mit Kerzen in einem Raum, auch nicht für kurze Zeit. Lassen Sie keine Kerzen brennen, wenn Sie kurz das Haus verlassen. Bewahren Sie Feuerzeuge und Zündhölzer außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Außerdem ist es sinnvoll, immer einen Eimer Wasser oder sogar einen Feuerlöscher in der Nähe des Weihnachtbaumes bereitzustellen. Brennende Kerzen sollten immer einen festen Stand haben und von brennbaren Materialien ferngehalten werden. Unternehmen sollte man Löschversuche aber nur, wenn dies gefahrlos möglich ist.

Als gute und sichere Alternative zu echten Kerzen zählen elektrische Lichterketten, allerdings sollte bei diesen Artikeln z. B. das VDE-Symbol (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik e. V.) vorhanden sein. Damit sind auch die Sicherheitsansprüche des Anwenders von elektrischen Artikeln gewährleistet.

Kommt es jedoch trotzdem zu einem Brandereignis, sollte man sofort unter der Telefonnummer 112 die Feuerwehr verständigen. „Man darf sich niemals in Gefahr begeben und sollte sich und alle anderen Personen, die beteiligt sind, schnellstmöglich in Sicherheit bringen, die Wohnung verlassen und sich ins Freie begeben. Nach Möglichkeit sollte die Tür zum Brand-raum geschlossen werden.

Eine weitere Herzensangelegenheit der Feuerwehr sind Rauchmelder, die leider immer noch nicht flächendeckend in jedem Haushalt vorhanden sind. Wohl kaum würden sonst ca. 430 Brandtote jährlich in Deutschland, meist in Privatgebäuden, zu beklagen sein. Bei der Hälfte der Opfer handelt es sich um Kinder. Darüber hinaus werden noch einmal ca. 6 000 Menschen bei Bränden schwer verletzt. Tödlich ist in den meisten Fällen aber nicht das Feuer selbst, sondern vielmehr die giftigen Brandgase. Die Gefahr geht hier insbesondere von den Gasen Kohlenmonoxid und Kohlendioxid, welche bereits in der Anfangsphase in großen Mengen vorhanden sind, aus. Zwar brechen nur ein Drittel aller Brände nachts aus, aber 70 % aller Brandopfer kommen nachts ums Leben.

Ein weitverbreiteter Irrglaube ist es, dass man von dem Knistern des Feuers wach wird, denn wenn der Mensch schläft, schickt er auch seine Sinnesorgane und so auch seinen Geruchssinn schlafen. Praktisch ist der Geruchssinn während des Schlafens gelähmt. Bereits ein Atemzug kann zur Bewusstlosigkeit und weitere zum Tod führen. Ein Rauchmelder lässt Sie aufwachen, bevor es zu spät ist. Ein Rauchmelder rettet Leben und ist im Fachhandel, inklusive Beratung, zu haben. Der Rauchmelder gibt bereits bei kleinsten Mengen von Rauchgasen ein akustisches Signal von sich und ermöglicht es noch rechtzeitig zu reagieren. „Im Übrigen gilt seit dem 01. April 2013 in Nordrhein-Westfalen, laut §49 Absatz 7 der Bauordnung NRW (BauO NRW), eine Rauchmelderpflicht für Wohnräume.

Text und Foto: Markus Terwellen