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Jahreshauptversammlung des Löschzuges Altstadt - Ein Abend mit vielen Bersonderheiten

Dirk Heppner
Am 7. März 2017
In Presseberichte

Am letzten Freitag fand die diesjährige Jahreshauptversammlung des Löschzuges Altstadt statt. Löschzugführer Jörn Bettentrupp konnte neben den aktiven Kameraden, zahlreiche Kameraden der Ehrenabteilung, den stellvertretenden Leiter Bernhard Feller, den Leiter der Feuerwehr Dosten, Andreas Fischer und den Bürgermeister der Stadt Dorsten, Herrn Stockhoff, begrüßen.

Hier gleich die erste Besonderheit des Abends. Ein Kamerad des Löschzuges befindet sich zur Zeit in einem NATO-Einsatz der Bundeswehr in Incirlik (Türkei) und lies es sich nicht nehmen, trotz aller Entfernung via Skype an der Jahreshauptversammlung teilzunehmen.

Der Bürgermeister lobte in seiner Rede den Löschzug Altstadt für sein besonderes Engagement in der Image- und Personalwerbekampagne der Freiwilligen Feuerwehr in NRW und in den eigenen Stadtteilen. Ohne die organisatorische und finanzielle Unterstützung würde es keinen Nikolausumzug in der Dorstener Altstadt geben. Eine Herzensangelegenheit, so Jörn Bettentrupp in einem Zeitungsbericht aus dem letzten Jahr. Auch der Leiter der Feuerwehr Dorsten, Andreas Fischer, fand lobende Worte, berichtete von besonderen Einsätzen, Anschaffungen und Verbesserungen aus dem abgelaufenen Jahr und in die Zukunft des Löschzuges. Unter anderem wird der Löschzug Altstadt im ersten Quartal 2018 ein neues Hilfeleistungslöschfahrzeug erhalten.

Danach konnten durch den Leiter der Feuerwehr Dorsten Annika Hetkamp zur Feuerwehrfrau, Philipp Fröscher und Carsten Theune zum Oberfeuerwehrmann, Stefan Nowak zum Unterbrandmeister, Alexander Meyer zum Oberbrandmeister und die Kameraden Tobias Rudolph und Björn Malinowski zu Brandoberinspektoren befördert werden. Außerdem wurde Volker Löppki einstimmig für weitere 6 Jahre zum stellvertretenden Löschzugführer gewählt. So wird der Löschzug Altstadt auch weiterhin durch Jörn Bettentrupp, Björn Malinowski und Volker Löppki angeführt. An dieser Stelle sei eine weitere Besonderheit des Löschzuges zu erwähnen. Der Löschzug Altstadt rekrutiert seinen Nachwuchs nicht nur durch die Jugendfeuerwehr Dorsten, sondern hat auch auffällig viele "Quereinsteiger". Sicherlich ein Verdienst der außerordentlichen Nachwuchswerbung des Löschzuges. Zur Zeit hat der Löschzug eine Personalstärke von 56 Frauen und Männern. Das durchschnittliche Alter liegt bei 32 Jahren.

Andreas Fischer führte vorab in seiner Rede dazu aus, dass die Freiwillige Feuerwehr Dorsten indes gegen den Landestrend personell gut aufgestellt ist und als größte Feuerwehr im Kreis aus 337 eh-renamtlichen Kräften im Einsatzdienst besteht.

Im weiteren Verlauf des Abends wurde der Jahresbericht 2016 durch Jörn Bettentrupp vorgetragen. Der Löschzug Altstadt hat neben der allgemeinen Gefahrenabwehr sicherlich einen Einsatzschwerpunkt im Gewerbegebiet Dorsten-Ost und in der historischen Altstadt von Dorsten. In drei besonders nachbearbeiteten Einsätzen mit dem Einsatzstichwort "Brandmeldeanlage" arbeitete er beeindruckend heraus, wie schnell sich aus einer eher alltäglichen Einsatzalarmierung ein umfangreicher oder auch durchaus gefährlicher Einsatz entwickelt.

Bemerkenswert und eine weitere Besonderheit des Abends sind allerdings auch die Zahlen des Löschzuges, die nicht nur nüchtern vorgetragen, sondern durch Jörn Bettentrupp auch anschaulich dargestellt und erläutert wurden. Der Löschzug Altstadt verbrachte 1.173 Stunden für die Ausbildung, 1.286 Stunden im Einsatz und 750 Stunden für den Brandsicherheitswachdienst. In Summe 3.309 Stunden, ausschließlich ehrenamtlich. Neben 82 Feuerwehreinsätzen ist der Löschzug Altstadt im Bereich Brandsicherheitswachdienst bei Veranstaltungen in der Aula der St. Ursula Realschule teilweise mehrmals wöchentlich gefordert. Und trotzdem blieb auch im abgelaufenen Jahr noch Zeit für das Gemeinwohl der Kameraden unter anderem während einer Nachtübung, einer Segeltour, einer Maitour, bei der Teilnahme am Kübelspritzencup der Dorstener Löschzüge …

Da fragt man sich sehr wohl: Wie schaffen sie das alles? Diese Frage blieb erst auch mir offen, klärte sich aber in vielen persönlichen Gesprächen nach dem offiziellen Teil des Abends mit den aktiven Kameraden und Kameraden der Ehrenabteilung. (DH)

Foto: Dirk Heppner