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Rettungsgasse

Regeln, die Leben retten

Ein Unfall auf der Autobahn. Ein Kilometer langer Stau ist die Folge. Doch oftmals kommen wir als Rettungskräfte nicht schnell genug zur Unfallstelle. Wir stehen selbst im Stau. Viele Verkehrsteilnehmer wissen nicht, wie eine Rettungsgasse gebildet wird. Wertvolle Zeit geht für uns verloren, die Leben retten kann.

Aus diesem Grund wurden die Regelungen zur Bildung einer Rettungsgasse in der Straßenverkehrsordnung (StVO) angepasst. In § 11 Abs. 2 heißt es: "Sobald Fahrzeuge auf Autobahnen sowie auf Außerortsstraßen mit mindestens zwei Fahrstreifen für eine Richtung mit Schrittgeschwindigkeit fahren oder sich die Fahrzeuge im Stillstand befinden, müssen diese Fahrzeuge für die Durchfahrt von Polizei- und Hilfsfahrzeugen zwischen dem äußerst linken und dem unmittelbar rechts daneben liegenden Fahrstreifen für eine Richtung eine freie Gasse bilden."

Bei mehreren Spuren fahren die Fahrzeuge auf dem äußersten linken Streifen demnach nach links, alle anderen nach rechts. Dabei ist es vollkommen egal, wie viele Spuren die Straße hat. Diese Regelung soll die Akzeptanz bei allen Verkehrsteilnehmern erhöhen. Verkehrsteilnehmer, die keine Gasse bilden, begehen eine Ordnungswidrigkeit. Diese kann grundsätzlich mit einem Buß- oder Verwarngeld, bei schwerwiegenden Verstößen auch mit strafrechtlichen Konsequenzen geahndet werden. (DH)


(mit freundlicher Genehmigung des ADAC München)

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