Saisonale Tipps

Lager- und Brauchtumsfeuer

Das Verbrennten sowie das Abbrennen von pflanzlichen Abfällen oder von Gegenständen zum Zwecke der Rückgewinnung einzelner Bestandteile oder zu anderen Zwecken (z. B. Brauchtumsfeuer) im Freien ist gem. Landesimmissionsschutzgesetz (LImschG) NRW untersagt.

Das Abbrennen von Brauchtumsfeuer wie das Osterfeuer ist rechtzeitig im Ordnungsamt der Stadt Dorsten anzuzeigen.

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Sicherheitshinweise

  • Jeder, der ein Lager- oder Brauchtumsfeuer entzündet oder betreibt, ist für die Folgen bei einem eventuellen Brandschaden verantwortlich!
  • Das Lagerfeuer ist ständig von mindestens einem Erwachsenen unter Kontrolle zu halten
  • Das Lagerfeuer darf aus Sicherheitsgründen nicht mit Brandbeschleuniger wie zum Beispiel Benzin, Heizöl oder Brennspiritus in Betrieb genommen oder unterhalten werden
  • Die Feuerstelle darf nicht verlassen werden, bevor das Feuer und die Glut vollständig erloschen sind
  • Vom Lagerfeuerdarf keine unmittelbare Brandgefahr für die Umgebung ausgehen. Die Feuerstelle ist gegebenenfalls mit nichtbrennbaren Materialien gegen die Gefahr einer unkontrollierten Ausbreitung einzufassen
  • Treffen Sie Vorkehrungen zum Löschen eines Feuers. Beispielsweise durch Feuerlöscher, Wasserlöscher, Sand oder andere geeignete Löschgeräte
  • Neben dem Lagerfeuer gelagerte Strohballen können sich allein durch die Wärmestrahlung entzünden und sind deshalb eine gefährliche Sitzgelegenheit
  • Bei lang anhaltender trockener Witterung oder bei starkem Wind darf ein Lagerfeuer in unmittelbarer Nähe von bewaldeten Flächen, Wiesen oder Feldern nicht abgebrannt werden!
  • Im Notfall rufen die Feuerwehr unter 112 an und halten Sie eine Zufahrt für einen eventuellen Feuerwehr- oder Rettungsdiensteinsatz frei! Weisen Sie die Einsatzfahrzeuge ein

Waldbrandgefahr

Über 90 Prozent der Waldbrände sind auf menschliches Handeln oder Fehlverhalten zurückzuführen. Die Ursachen reichen von der sorglos weggeworfenen Zigarettenkippe über die Selbstentzündung, Abstellen von Fahrzeugen mit heißen Katalysatoren über brennbarem Untergrund bis zur Fahrlässigkeit im Umgang mit offenem Feuer und zur Brandstiftung.

Feuerwehreinsatz In Der Großstadt

Sicherheitshinweise

  • Kein offenes Feuer im Wald oder in Waldnähe. Nur an hierzu ausdrücklich ausgewiesenen Plätzen
  • Nicht rauchen. Keine Zigarettenreste wegwerfen
  • Keine Glasabfälle liegen lassen
  • Nicht mit dem Fahrzeug über entzündlichem Untergrund parken. Der Katalysator erhitzt sich stark und kann einen Brand auslösen. Benutzen Sie nur ausgewiesene Parkflächen
  • Melden Sie Brände oder Rauchentwicklungen sofort über die Notrufnummer 112

Wenn möglich, sollte bei der Abgabe des Notrufes die Nummer des nahegelegenen Notfallpunktes mit angegeben werden. Dadurch können die Einsatzkräfte wesentlich schneller an der Einsatzstelle eintreffen.

 

Index des meteorologischen Potentials für die Gefährdung durch Waldbrand

Während der Waldbrandsaison von März bis Oktober stellt der Deutsche Wetterdienst (DWD) täglich aktualisierte Prognosen der Waldbrandgefahren für Deutschland bereit. Der sogenannte Waldbrandgefahrenindex beschreibt das meteorologische Potential für die Gefährdung durch Waldbrand.

Zum DWD

Himmelslaternen

Fluglaternen aus Papier, die mit einer offenen Flamme betrieben werden, sind in Nordrhein-Westfalen verboten.

Grund sind Brände, die durch abgestürzte Himmelslaternen ausgelöst wurden. Der Verstoß kann bis zu 1000 Euro kosten. Der Verkauf bleibt allerdings erlaubt. Entscheidender Grund für die neue Regelung ist ein schweres Unglück, das sich 2009 während der Nacht ereignet hatte. In Siegen war ein zehnjähriger Junge während des Schlafes an Rauchgas erstickt. Der Brand war durch eine zu Boden fallende in Flammen geratene Himmelslaterne ausgelöst worden. Die aus Asien stammenden Lampions aus Papier, hierzulande unter den Namen Himmmelslaterne, Flammea oder Kong-Ming-Laterne vertrieben, waren ein weit verbreiteter Party-Gag. Einmal losgelassen, lassen sie sich aber vom Boden aus nicht mehr kontrollieren. Sie können in mehrere Hundert Meter Höhe steigen und über viele Kilometer weit vom Wind davongetragen werden.

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Wespen und Bienen

Wespen, Bienen und ähnliche Insekten, sogenannte Hymenoptera, stellen keine Gefahr dar. Alle Hymenoptera können stechen. Dies ist zwar schmerzhaft, in der Regel jedoch nicht besonders gefährlich oder gar tödlich. Lediglich für Menschen mit Insektengiftallergie können Stiche schwerwiegende Folgen haben. Dies sind lediglich 2 -3% der Bevölkerung. Die Feuerwehr rückt zu Wespennestern und ähnlichem nur dann aus, wenn eine konkrete Gefahr vorliegt.

Eine Gefahr durch Hymenoptera ist dann gegeben, wenn zum Beispiel die Nutzer einer Einrichtung in ihrer Mobilität stark eingeschränkt sind und sich dadurch vor dem Insektenbefall nicht ausreichend schützen können. Das kann in Krankenhäusern, Kindergärten und Altenheimen der Fall sein. Die Feuerwehr Dorsten wird auch hier das Nest nicht selbst entfernen, sondern den gefährdeten Bereich absperren und kenntlich machen.

Ein Wespennest darf nicht einfach entfernt werden. Denn Wespen stehen unter Naturschutz. Die Beseitigung oder Umsiedlung erfolgt durch einen Kammerjäger oder bei Bienen durch einen Imker. Die Kosten trägt grundsätzlich der Eigentümer.

Sicherheitshinweise

  • Abstand halten
  • Vermeidung von Erschütterungen und Versperren der Einflugschneise
  • Kinder fernhalten
  • Niemals mit Gegenständen in einem Nest stochern
  • Keine Wasserschläuche auf ein Nest richten
  • Tiere im Nestbereich nicht anatmen
  • Keine eigenen Bekämpfungsaktionen wie Ausschwemmen, Ausbrennen versuchen oder Chemikalien einsetzen
  • Keine Essensreste offen liegen lassen
  • Kindern den Mund und die Hände nach dem Essen gut abwischen
  • Im Freien Schuhe tragen

Grillen

Viele Menschen nutzen gerade die lauen Sommerabende zum Grillvergnügen.

Sicherheitshinweise

  • Achten Sie darauf, dass der Grill einen sicheren Stand hat
  • Wenn Sie an einem Lagerfeuer grillen, sorgen Sie für einen nicht brennbaren Streifen mit Erde, Sand oder Steine rund um den Grillplatz
  • Kinder nicht ohne Aufsicht in die Nähe der Feuerstätte lassen
  • Keine brennbaren Flüssigkeiten zum Entzünden oder Nachzünden verwenden. Verwenden Sie handelsübliche Kohlenanzünder
  • Bei Verbrennungen kühlen Sie Brandwunden kleineren Ausmaßes maximal zehn Minuten lang mit Wasser. Verwenden Sie kein Eis und auch kein eiskaltes Wasser. Rufen Sie bei größeren Verletzungen sofort Hilfe über den Notruf 112!
  • Grillen Sie nie in geschlossenen Räumen. Auch zum Abkühlen hat der erloschene Grill hier nichts verloren. Es besteht Lebensgefahr durch tödliche Brandgase!
  • Grillen Sie in der Natur nur auf dafür ausgewiesenen Plätzen. Respektieren Sie Verbote wie zum Beispiel in Waldbrand gefährdeten Gebieten
  • Nach dem Grillen lassen Sie die Asche abkühlen, ehe Sie sie entsorgen. Verwenden sie für die Entsorgung keine Kartons oder Plastikbehälter

Unwetter

Sicherheitshinweise

  • Bleiben Sie möglichst zuhause und verlassen Sie das sichere Gebäude nur in Ausnahmefällen
  • Schließen Sie Fenster und Türen. Denken Sie dabei insbesondere an Dachfenster
  • Fahren Sie Markisen ein
  • Befestigen Sie lose Gegenstände wie Gartenmöbel, Spielgeräte (Trampolin), Müllbehälter oder holen sie diese in das Gebäude
  • Entfernen Sie generell regelmäßig Laub aus Gullys und Abflussrinnen
  • Meiden Sie Bäume. Gerade in Wäldern und Alleen stellen instabile Bäume und herabfallende Äste eine Gefahr dar
  • Parken Sie Ihr Fahrzeug nicht unter morschen Bäumen, in der Nähe von älteren Gebäuden oder Baustellen. Der Wind kann Äste oder Bauteile lösen
  • Passen Sie beim Autofahren ihre Fahrgeschwindigkeit an. Herumfliegende Gegenstände oder abgebrochene Äste können zu Verkehrshindernissen werden

Melden von Gefahrenstellen bei der Feuerwehr

Sie können Gefahrenstellen und Schäden, bei denen Sie Hilfe benötigen unter der Notrufnummer 112 melden. Lebenswichtige und dringende Einsätze haben immer den Vorrang. Wir bitten deshalb um Nachsicht, wenn es bei weniger dringenden Einsätzen zu Wartezeiten kommt.

Melden Sie in der ersten Phase des Unwetters nur wichtige und schwerwiegende Ereignisse.

Weihnachten

Durch Unachtsamkeit gehen jedes Jahr nicht wenige Weihnachtsbäume in Flammen auf. Sie verursachen Zimmer- und Wohnungsbrände, bei denen nicht nur erhebliche Sachschäden zu beklagen sind, sondern häufig auch Menschen verletzt werden.

 

Sicherheitshinweise

  • Tannenbäume bis zum Fest im Freien oder kühl aufbewahren
  • Adventskränze und Weihnachtsbäume möglichst weit weg von Gardinen und anderen leicht brennbaren Gegenständen aufstellen
  • Der Baum muss einen festen und sicheren Stand erhalten (wenn möglich durch Anbinden sichern)
  • Nur nicht tropfende Kerzen verwenden und so befestigen, dass keine Zweige oder Bänder in Brand geraten können
  • Tannenbäume mit dem Fuß ins Wasser stellen, um ein schnelles Austrocknen zu verhindern
  • Erhöhte Vorsicht beim Anzünden der Kerzen. Stets mit den Kerzen an der Spitze des Baumes beginnen
  • Halten Sie vorsorglich einen Eimer Wasser oder Feuerlöscher griffbereit
  • Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt
  • Kleine Kinder und Haustiere von Tannenbäumen mit brennenden Kerzen zurückhalten
  • Elektrische Baumbeleuchtung muss VDE-geprüft sein. Innerhalb der Lichterkette darf die Spannung nur 24 V betragen
  • Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Feuer ausbrechen, alarmieren Sie parallel zu eigenen Löschversuchen immer auch die Feuerwehr unter der Notrufnummer 112
  • Rauchwarnmelder retten Leben
  • Rauchwarnmelder in der Wohnung verringern das Risiko der unbemerkten Brandentstehung und -ausbreitung enorm, indem sie rechtzeitig Alarm geben. Sie sind verpflichtend
  • Den trockenen Weihnachtsbaum rechtzeitig entsorgen. Während der Feiertage verbreitet er besinnliche Stimmung, im neuen Jahr ist der Weihnachtsbaum nur noch eine Brandgefahr. Daher den Weihnachtsbaum aus der Wohnung zu entfernen, ehe dieser möglicherweise in Flammen aufgeht. Denn die Nadelbäume trocknen mit der Zeit aus, auch wenn sie regelmäßig gewässert werden. Auch für das einst grüne Adventsgesteck ist die Zeit nach Weihnachten bald um. Denn vor allem mit beinahe niedergebrannten Kerzen geht von den trockenen Adventsgestecken eine Brandgefahr aus

Silvester